YAEL INOKAI: DIE AUSTER
Leseland Hessen
Yacintha Nolte
Der Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses wird ermordet aufgefunden. Doch bis die Polizei am Tatort eintrifft, hat Leonora Bloch alle Spuren beseitigt, so diskret und gründlich, wie sie schon seit 45 Jahren als Reinigungskraft bei Dr. Bronstett jeder Form von Unordnung begegnet. Als die Ermittlungen in die Austernbar in der fünften Etage führen, ist man schon mittendrin im Mikrokosmos dieses Kaufhauses, das von der paradoxen Sehnsucht nach vergangener Pracht und erschwinglichem Luxus lebt. Und niemand scheint sich in dieser Welt, wo Glanz und Elend, Armut und Reichtum so entwaffnend aufeinandertreffen, besser auszukennen als die 73-jährige Leonora. Doch kennt sie wirklich alle Geheimnisse und welche hütet sie selbst?
Die gefeierte Stilistin Yael Inokai inszeniert eine Kriminalgeschichte, die ein feingefügtes Netz menschlicher Schicksale birgt.
»›Die Auster‹ liest sich wie ein echter Klassiker und ist zugleich auf beunruhigende Weise aktuell.« (Stefanie De Velasco)
Yael Inokai, geboren 1989 in Basel, lebt in Berlin. Ihr zweiter Roman „Mahlstrom“ wurde mit dem Schweizer Literaturpreis 2018 ausgezeichnet. Für ihren Roman „Ein simpler Eingriff“ erhielt sie den Anna Seghers-Preis 2022 und den Clemens-Brentano-Preis 2023. Sie ist in sieben Sprachen übersetzt. 2023 stellte sie im Palais Bellevue auf Einladung der Literaturhauses Kassel ihren Roman „Ein simpler Eingriff“ vor.
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