70. LITERARISCHER SALON
Maria Knissel und Michael Kaiser stellen „Arborealität“ von Rebecca Campbell vor
Literaturhaus Kassel
In einer von Pandemien und Umweltkatastrophen gezeichneten Stadt unternimmt ein Professor alles, um die Bücher aus der verfallenden Universitätsbibliothek zu retten. Unter widrigsten Umständen verwendet ein Geigenbauer sein halbes Leben darauf, einer hochbegabten Violinistin ein Instrument schenken zu können, das ihrer Spielkunst gerecht wird. Inmitten eines Landes, in dem Waldbrände und Überschwemmungen zum Alltag geworden sind, wächst eine Baumkathedrale empor, Zeichen der Hoffnung und der Beharrlichkeit menschlichen Daseins.
Ein visionärer Mosaikroman, der in sechs poetischen Erzählungen einen Ausblick auf die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts eröffnet und schildert, wie es gelingen kann, auch unter schwierigsten Bedingungen selbstbestimmt und in Würde zu leben.
Rebecca Campbell (geb. 1975) lebt in Kanada und schreibt unheimliche Geschichten und Erzählungen über den Klimawandel. 2020 gewann sie mit „The Fourth Trimester Is the Strangest“ den Sunburst Award, 2021 den Theodore Sturgeon Memorial Award mit „An Important Failure“. 2023 wurde „Arboreality“ mit dem Ursula K. Le Guin Prize ausgezeichnet.
Barbara Slawig (geb. 1956) hat „Arborealiät“ uns Deutsche übertragen. Sie ist promovierte Biologin und lebt als freie Autorin in Hannoversch Münden. Zu ihren herausragenden Werken zählen „Die lebenden Steine von Jargus“ (2000; Neuausgabe unter dem Titel „Flugverbot“) und „Visby“ (2012). „Arborealität“ ist ihre erste Übersetzungsarbeit nach vielen abstinenten Jahren. Barbara Slawig ist bei der Veranstaltung dabei.
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