7. FESTIVAL GRAFISCHES ERZÄHLEN
4. Abend: Tine Steen / Martin Oesch / Ingo Römling
Ingo RömlingTine Steen: Die kochenden Affen

Beginn: 18.00 Uhr
Was kam zuerst? Der Mensch oder das Kochen? Was hat das Verarbeiten von Nahrung mit unserem Aussehen zu tun? Wie hängen Kochen und Politik zusammen? Wie entstand die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern? In einer wilden Mischung aus Kochbuch und Kulturgeschichte untersucht Tine Steen mit Witz und Charme, wie die tägliche „Manipulation von Nahrung“, die wir heute „Kochen“ nennen, nicht nur unsere Körper, sondern auch unsere sozialen Beziehungen geformt hat.
Aber woher weiß man das alles? Wir treffen auf Anthropologen und Naturforscher, die Expeditionen und Experimente durchführen, aber wir schauen in 25 Rezepten auch unseren ur-ur-ur-zeitlichen Vorfahren ganz genau auf die Finger, um herauszubekommen, mit welchen Tricks und technologischen Neuerungen sie versuchten, ihre Nahrung leckerer und gleichzeitig nahrhafter zu machen. Dabei geht der Blick viele Millionen Jahre zurück in die Vergangenheit … Ewigkeiten, bevor Homo Sapiens überhaupt die erste Paläo-Nahrung verspeisen konnte.

Tine Steen studierte Malerei in Paris, Rotterdam und an der Städelschule Frankfurt. Sie lebt in Berlin und arbeitet künstlerisch mit textilen Masken und Büsten, in denen sie die Konstruktion und Wahrnehmung von Identität über das menschliche Gesicht thematisiert. Zum Comic fand sie 2020, als sich bei ihr das Bedürfnis entwickelte, komplexe Geschichten zu erzählen. Mit „Die kochenden Affen“war Sten 2023 Finalistin beim Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung. www.tinesteen.net/
Martin Oesch: Fleischeslust

Beginn: 19.00 Uhr
Erwin ist Metzgermeister und führt seit Jahrzehnten mit seiner Frau Margrit die eigene Metzgerei im Stadtzentrum. Er ist stolz, aber etwas abgekämpft, denn der Metzgerberuf ist nicht mehr, was er einst war. Erwin ist frustriert, darunter leidet auch die Beziehung zu seiner Frau. Hinzu kommen diese seltsamen Albträume, die ihn jede Nacht plagen. Erwin beginnt, sich und die Fleischindustrie zu hinterfragen.
„Fleischeslust“ ist eine Erzählung über Konsum und Ambivalenzen in unserer globalisierten Welt, über das Erhalten traditionellen Handwerks und über das Mit- und Auseinanderleben in langjährigen Beziehungen.

Martin Oesch, ist freischaffender Comic-Zeichner, Metzger und Musiker. Er ist Mitgründer der Bio-Metzgerei La Boulotte. Für „Fleischeslust“ erhielt er 2023 das Comic-Stipendium der Deutschschweizer Städte und war 2025 für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung nominiert. Er lebt und arbeitet in Bern. Webseite
Ingo Römling: Metropolia – Berlin 2099

Beginn: 20.30 Uhr
Berlin, 2099. Kurz vor Beginn des 22. Jahrhunderts ist die deutsche Hauptstadt zur größten Metropole Europas herangewachsen. Abermillionen Menschen leben zwischen jahrhundertealten Wahrzeichen und ultramodernen Hochhäusern, teilen sich begrünte Straßen und die Highways des Cyberspace mit Androiden und KIs.
Die meisten werden Berlin niemals verlassen, denn Transport ist zum Luxusgut und der Mensch wieder zum Fußgänger geworden. Hier schlägt sich Sasha als Privatermittler durch. Sein neuer Auftrag ist eine lukrative Angelegenheit, denn er kommt direkt vom Konzern Metropolia: Bei einer hochkarätigen Auktion wurde Max` Bruder, ein genialer Ingenieur mit vielen Feinden, erschossen. Die Killerin ist auf freiem Fuß. Sie wohnte zuletzt in einem Gebäude der Metropolia, und Sasha soll herausfinden, ob sie Teil einer kriminellen Organisation war, bevor die Polizei es tut. Doch der smarte Ermittler stellt schnell fest, dass die Lösung dieses Falls alles andere als märchenhaft ist…

Ingo Römling war bereits in jungen Jahren ein leidenschaftlicher Leser der Magazine Schwermetall, MAD und von Marvel-Comics. Schon in der Schule betätigte er sich als Cartoonist und interessierte sich früh für die grafischen Möglichkeiten von Computern. 2010 erschien seine Comicserie „Die Toten“. Mit „Star Wars Rebels“ wurde er einer der ersten offiziellen Disney-Comic-Zeichner aus Deutschland. Von seiner Serie „Malcom Max“ sind mittlerweile sechs Bände erschienen. www.monozelle.de/
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