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SUMMARY:6. FESTIVAL GRAFISCHES ERZÄHLEN Tag 3: Birgit Weyhe / Anke Feuchte
 nberger/ moki
DESCRIPTION:\n\nRUDE GIRLBirgit Weyhe erzählt die Lebensgeschichte einer a
 fro-amerikanischen Germanistin (19.00 Uhr)\nIn Zeiten der Globalisierung k
 önnen wir uns überall hinbewegen\, von überall arbeiten\, überall lebe
 n – gesetzt den Fall\, wir haben die passende Hautfarbe\, ausreichend Bi
 ldung und am wichtigsten: den richtigen Pass. Im Rahmen eines Austauschpro
 gramms unterrichtete die weiße Birgit Weyhe aus Deutschland an einem US-C
 ollege. Während einer Tagung amerikanischer Germanisten im Mittleren West
 en wird sie mit dem Vorwurf der kulturellen Aneignung konfrontiert. Nutzt 
 sie ihre Privilegien als weiße Autorin aus\, wenn sie Geschichten über 
 Schwarze Menschen erzählt?\nSie lernt Priscilla Layne\, eine afroamerikan
 ische Germanistik-Professorin mit karibischen Wurzeln kennen. Sie ist ein 
 „Oreo“: zu weiß für die Schwarzen Mitschülerinnen und Mitschüler 
 und für die Weißen ist ihre Haut zu dunkel. Sie beschließt gegen alle 
 und alles gleichzeitig zu rebellieren\, indem sie sich in ihrer Jugend der
  Skinhead-Bewegung anschließt und zu einem „Rude Girl“ wird.\n[captio
 n id="attachment_11395" align="alignright" width="270"] Foto: Vera Drebusc
 h[/caption]\nAber wie soll Birgit Weyhe eine Lebensgeschichte wie diese er
 zählen? Welche Fehler gilt es zu vermeiden? Das erzählerische Konstrukt 
 selbst wird zu einer eigenen Erzählebene in dieser Biografie.\nBirgit Wey
 he (Jg. 1969) wurde in München geboren\, verbrachte aber den Großteil ih
 rer Jugend in Ostafrika. Nach dem Abitur kehrte sie nach Europa zurück. V
 on 2002 bis 2008 studierte sie Illustration in Hamburg bei Anke Feuchtenbe
 rger. Ihre erste Graphic Novel "Ich weiß" erschien 2008. Weiterhin erschi
 enen: "German Calendar No December" (2018)\, "Madgermanes" (2016)\, "Im Hi
 mmel ist Jahrmarkt" (2013)\, "Reigen" (2011). 2022 wurde sie als „beste 
 deutschsprachige Comic-Künstlerin“ in Erlangen mit dem Max und Moritz-P
 reis ausgezeichnet. "Rude Girl" wurde als erster Comic für den Preis der 
 Leipziger Buchmesse 2023 in der Kategorie Sachbuch nominiert.\nwww.birgit-
 weyhe.de\n\nGENOSSIN KUCKUCKFantastisch autobiografisch - Anke Feuchtenber
 gers Opus Magnum (20.30 Uhr)\nKerstin kommt zu spät: Ihre Großmutter ist
  bereits beerdigt und das Fotoalbum\, welches ihr versprochen wurde\, ist 
 nicht zu finden. Sie kommt nicht mehr weg aus der alten Dorfschule\, in de
 r ihre Großmutter Russischlehrerin war und in der sie aufwuchs. Kerstin w
 ird von Effi heimgesucht\, der sie noch die Einlösung eines Schwurs schul
 dig ist und Sternemann&amp\;Greiff\, die – mit Rachegedanken ins Dorf zu
 rückgekehrt – erfahren\, wer sie damals wirklich ins Heim gebracht hat.
 \nEs wird gefressen\, sich vermehrt\, zersetzt\, geschlagen und Plasma ges
 ungen. Niemand entkommt der rasenden Gewalt des veteranischen Wesens. Herm
 aphroditen\, Kannibalen\, Geschöpfe\, die weder Tier noch Pflanze sind\, 
 gehen im Taumel der blütenlosen Hochzeit sofort in andere Formen des orga
 nischen Lebens über.\n[caption id="attachment_11399" align="alignright" w
 idth="270"] Foto: Wassily Zittel[/caption]\n"Genossin Kuckuck" ist eine fa
 ntastische und zugleich autobiografische Bilderzählung\, die den Bogen ü
 ber eine Kindheit im Dorf Pritschitanow der 1960er Jahre bis zur Privatisi
 erung von Volkseigentum in den 1990ern spannt. Anke Feuchtenberger hat üb
 er ein Jahrzehnt an dieser Geschichte gearbeitet.\nAnke Feuchtenberger wur
 de 1963 in Berlin (DDR) geboren. Hier absolvierte sie von 1983 bis 1988 ei
 n Grafikstudium an der Kunsthochschule\, um im Anschluss als Freiberufleri
 n zu arbeiten. Sie entwirft Plakate und Illustrationen und beginnt Comics 
 zu zeichnen. 1997 wurde sie als Professorin an die Hochschule für Angewan
 dte Wissenschaften Hamburg für Zeichnen und Grafische Erzählung berufen.
  Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Veröffentlichungen und Ausstellunge
 n international bekannt – ihre Comics in die französische\, englische\,
  italienische und chinesische Sprache übersetzt. Letzte Meldung: "Genossi
 n Kuckuck" ist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2024 nominiert – a
 ls erste Graphic Novel überhaupt in der Kategorie "Belletristik".\nwww.an
 kefeuchtenberger.de\n\nSUMPFLAND - KALEIDOSKOP - SPRINGmoki erzählt von i
 hrer Arbeit in Comic und Illustration (22.00 Uhr)\nmoki\, geboren 1982\, i
 st eine Künstlerin\, die sich neben der Malerei auch mit dem graphischen 
 Erzählen beschäftigt. Bei Reprodukt sind drei Comics erschienen: "Wander
 ing Ghost"\, eine Coming-of-Age-Erzählung ohne Worte\, "Sumpfland" und "K
 aleidoskop" – ein Sammlung von Kurzgeschichten.\nmoki ist regelmäßig a
 uch in Anthologien wie "Spring" mit Beiträgen vertreten. Ihre Neigung zum
  unkonventionellen Erzählen zeigt sich etwa darin\, dass sie klassische P
 anelformate auflöst und ihre Figuren im offenen Raum verortet. Häufig fi
 ndet man in mokis Comics tierähnliche Protagonisten. Die Geschichten spie
 len vorwiegend in fantastisch-surrealen Landschaften\, deren Abbildung sic
 h über mehrere Seiten erstreckt. Auch verzichtet moki gern auf Sprache.\n
 Neben zahlreichen nationalen und internationalen Einzelausstellungen\, unt
 er anderem in Barcelona\, Kopenhagen\, Prag\, San Francisco und Los Angele
 s\, war moki auch an einer Vielzahl von Gruppenausstellungen\, unter ander
 em in China und Japan\, beteiligt.\nwww.mioke.de\n\n \n\nUnser Dank gilt 
 den Förderern: Kulturamt der Stadt Kassel\, Gerhard Fieseler Stiftung\n\
 n \n \n\n \n \n\n \n\n
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